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Zwischen Abschied und Neubeginn: meinen eigenen Rhythmus ernst nehmen

Kira meine langjährige Begleiterin
Kira meine langjährige Begleiterin

Der Herbst, der vieles verändert hat

Der Herbst dieses Jahres hat mich sehr gefordert.

Als Kira krank wurde, ist vieles von dem, was ich sonst mache, unwichtig geworden. Ich wäre am liebsten einfach zu Hause geblieben. Bei ihr. In der Ruhe. In dieser Nähe, die wir elf Jahre miteinander geteilt haben.


Zwei Rollen gleichzeitig

Gleichzeitig lief mein erster Vertiefungskurs. Ich wollte für die Gruppe da sein. Alles optimal machen. Voll präsent sein.

Diesen zwei Rollen gleichzeitig gerecht zu werden, hat mich sehr gefordert.


Eine Phase, die nach innen führt

Als sie dann gestorben ist, hat in mir vieles angehalten. Ich fühle mich seither in einer Phase, in der ich mich nach innen wende. Raum brauche mich zu orientieren. Es fühlt sich an, als würde ich die Luft anhalten. Als sei ich in einer Zwischenwelt. Ausgetreten aus dem Gewohnten & Bekannten.


Mich Neuem zuwenden, ohne etwas daraus zu machen

Momentan nehme ich mir bewusst Zeit, Neues auszuprobieren.

  • Zum Beispiel das Räuchern. Welche Düfte empfinde ich als angenehm.

  • Das schamanische Trommeln. Es ist entspannend und anstrengend zugleich, mit der Trommel zu reisen.

Dieses mich Neuem zuzuwenden ohne das es mich gleich zu einem neuen Schritt oder Ergebnis bringen muss empfinde ich als sehr wohltuen.


Es ist ein Gefühl, als sei mein System noch in einem Innehalten.


Der innere Zwiespalt

Jetzt, wo das Jahr zu Ende geht und viele schon wieder am Planen sind, spüre ich in mir diesen Zwiespalt. Ein Teil sagt: „Du musst jetzt. Setz die Daten. Fang an.“ Das ist die Stimme, die gewohnt ist, zu organisieren und vorwärtszumachen.

Und gleichzeitig ist da dieser innere Teil, der einfach noch nicht so weit ist. Der sich schwer anfühlt. Der keinen Impuls hat. Der noch in dieser Schwebe ist.


Der Versuch, mich in die Aktivität zu zwingen

Ich habe versucht, Daten zu finden. Einfach, um wieder in Bewegung zu kommen. Aber es war anstrengend. Es hat sich nicht richtig angefühlt. Es war eher ein mich zwingen.


Ein Satz, der vieles entspannt hat

Heute habe ich den Satz gehört:

„Anstatt ich muss – ich werde.“

Und das hat mich entspannt. Weil er genau zutrifft. Ich werde.

Wenn die Zeit reif ist. Wenn ein Impuls da ist.



Die Erinnerung an die Phasen des Lebens

Was mir in den letzten Wochen geholfen hat, ist die Erinnerung daran, dass alles im Leben eine Phasen ist. Dass es nicht für immer so sein wird. Dass eine stille Phase genauso dazugehört wie eine aktive.

Und dass Entwicklung nicht schneller geht, nur weil ich es gerne so hätte.



Die fünf Elemente – fünf Phasen im Leben

In den letzten Wochen habe ich mich an das Konzept der 5 Elemente erinnert. Dass es normal ist, wenn ich gerade nicht in die Aktivität komme. Dass es eine Zeit gibt für Rückzug. Und dass das Okey ist.


Die fünf Elemente in der Neurographik

Holz: Das ist die Phase, in der etwas beginnt. Eine Idee reift in dir, ein kleiner Impuls taucht auf.

Aufbruch und Wachstum.


Feuer: Die Idee wird konkreter und nimmt Form an. Du folgst deiner Freude und kommst ins Tun.

Hingabe und Aktivität.


Erde: Es entsteht mehr Klarheit. Du spürst, wie du etwas umsetzen möchtest und was es dafür braucht.

Zuversicht und Ruhe.


Metall: Hier entsteht Ordnung und Struktur. Die Willenskraft kommt dazu, damit etwas wirklich Form bekommt. Du gehst die nächsten Schritte und findest eine neue Stabilität.

Ordnung und Konzentration.


Wasser: In dieser Phase entsteht Gelassenheit. Durch das, was du erlebt und verarbeitet hast, wächst Weisheit. Mehr Zuversicht. Mehr Tiefe. Weil der Prozess das mit sich bringt.

Weisheit und Gelassenheit



Was dieser Prozess mir zeigt

Wenn ich mir die letzten Wochen anschaue, hilft mir das Konzept der Elemente einfach dabei zu sehen, wo ich gerade stehe und es einzuordnen.

Es zeigt mir, dass meine Ruhephase Sinn macht.


Beim Zeichnen lässt sich das gut sichtbar machen. Ich merke dann, welche Qualität gerade Raum braucht.

Ob es mehr Ruhe ist. Oder mehr Struktur. Oder ob ich den leisen Impuls zum Aufbruch spüre.

Das Ausbalancieren tut mir gut, weil ich nicht erklären muss, wie es mir geht. Ich sehe es einfach auf dem Papier.


Und dieses „ich werde“ statt „ich muss“ hilft mir immer noch. Es nimmt den Druck raus. Es lässt den Widerstand kleiner werden. Es erinnert mich daran, dass nichts schneller gehen muss, nur weil mein Kopf das so will.


Und vielleicht kennst du solche Phasen auch. Phasen, in denen es leiser ist. In denen du nicht gleich weisst, wohin es geht. Oder in denen verschiedene Anteile in dir Unterschiedliches wollen.


Vielleicht magst du für dich einmal schauen, wo du gerade stehst.

Welche Phase du spürst. Was dir gut tun würde. Und wie leicht oder schwer es dir fällt, deinem eigenen Rhythmus zu folgen.

Es gibt kein richtig und falsch. Es gibt einfach das, was jetzt da ist. Und das darf seinen Raum haben.



Wenn du dich in meinem Text wiederfindest und Unterstützung möchtest, kannst du dich gerne melden.


Meinen Blogleserinnen schenke ich 20 Prozent auf eine 1:1 Begleitung von 1.5 Stunden.

Einfach, damit es leichter ist, den ersten Schritt zu gehen.




 
 
 

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